Diabetische Neuropathie -Protect Studie



Aktuell publizierte Studiendaten weisen auf eine hohe Zahl bisher unerkannter Neuropathien hin: Bei über 50 % der Studien-Teilnehmer mit bekanntem Typ-2-Diabetes wurden Anzeichen für eine beginnende oder klinisch manifeste periphere Neuropathie festgestellt. 62 % von ihnen hatten vor der Untersuchung angegeben, dass bei ihnen keine entsprechende Diagnose bekannt war. Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes lag der Anteil neu entdeckter Neuropathie-Verdachtsfälle bei 36 %.

 

Das sind die zentralen Ergebnisse der Anfang Dezember in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Diabetes and Its Complications“ von Wissenschaftlern um Prof. Dr. Dan Ziegler vom Deutschen Diabetes Zentrum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erstmals veröffentlichten PROTECT-Studie1. Diese Daten wurden im Rahmen einer bundesweiten Informations- und Aktionstour der Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“ bei podologischen Untersuchungen erfasst. Sie beinhalteten die Überprüfung der Temperatur-, Druck- und Vibrationswahrnehmung sowie die Palpation der Fußpulse. Für die Auswertung wurden über 1.000 podologische Untersuchungen aus den Jahren 2013 und 2014 in 26 Städten herangezogen.

 

Weitere Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich sogar bei mehr als der Hälfte der Untersuchten ohne bekannten Diabetes ein Neuropathie-Verdacht ergab. Die Autoren vermuten hierfür als mögliche Ursache einen hohen Anteil bisher unerkannter (Prä-)Diabetes-Fälle, bei denen sich bereits eine Neuropathie als Folgeerkrankung entwickelt hat. In einer Teilgruppe wurde zusätzlich der HbA1c-Wert erfasst und ausgewertet. Diese Daten zeigen, dass über 30 % der Untersuchten ohne vorher bekannten Diabetes einen auffälligen HbA1c-Wert ≥ 5,7 % hatten.

 

„Die alarmierenden Ergebnisse der PROTECT-Studie verdeutlichen, wie wichtig die Aufklärung über die diabetische Neuropathie und die regelmäßige Untersuchung der Füße sind, insbesondere wenn Warnsignale wie Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen an den Füßen auftreten,“ sagt Prof. Dr. Dan Ziegler, stellvertretender Direktor am Institut für Klinische Diabetologie des Deutschen Diabetes Zentrums der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des Aufklärungsinitiative.

Die PROTECT-Studie basiert auf Daten der Nationalen Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“, die von WÖRWAG Pharma in Zusammenarbeit mit der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS) und einem wissenschaftlichen Beirat getragen wird. Es ist vorgesehen, künftig weitere Daten, die im Rahmen der Aktionstour erhoben wurden bzw. noch erhoben werden, auszuwerten.

 

Über die Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“

 

Mit der Aufklärungsinitiative „Diabetes! Hören Sie auf Ihre Füße?“ informieren WÖRWAG Pharma und die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) zusammen mit renommierten Diabetologen und Neurologen über die diabetische Neuropathie, um Früherkennung und rechtzeitige Therapie zu fördern und Komplikationen, wie das diabetische Fußsyndrom, zu verhindern. Im Rahmen der Aufklärungsinitiative ist die Informationstour seit mehr als zwei Jahren deutschlandweit aktiv und klärt Menschen mit Diabetes und Interessierte mit verschiedenen Aktionen auf Gesundheits- und Diabetesmessen über die diabetische Neuropathie auf. Interessierte können am Stand auf dem Barfuß-Parcours ihr Gespür in den Füßen testen, mit den Experten vor Ort ein Beratungsgespräch führen und/oder eine podologische Fußuntersuchung durchführen lassen. Besucher können dort auch ihren HbA1c-Wert, den Langzeit-Blutzuckerwert, messen. Weitere Informationen und die nächsten Tourtermine finden Interessierte im Internet unter www.hoerensieaufihrefuesse.de.

 

Über WÖRWAG Pharma

Seit über 40 Jahren steht WÖRWAG Pharma für Kompetenz und Know-how in den Bereichen Biofaktoren und Generika. Das 1971 von Dr. Fritz Wörwag gegründete Unternehmen hat sich weltweit als Spezialist in der Behandlung von Diabetes und seinen Begleit- und Folgeerkrankungen, speziell der diabetischen Neuropathie, etabliert. Der Weg von der Stadtapotheke zum mittelständischen Familienunternehmen war vor allem nach Einführung des Wirkstoffs Benfotiamin im Jahre 1985 geschrieben. Benfotiamin (z.B. in milgamma® protekt) ist eine Vorstufe des Vitamins B1, die vom Körper und vom Nervengewebe besonders gut aufgenommen wird. Sie aktiviert körpereigene Entgiftungsprozesse und kann so Nerven und Blutgefäße vor den schädlichen Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers schützen sowie die Symptome der Neuropathie lindern. Weitere Informationen unter: www.woerwagpharma.de oder www.milgamma.de.

 

Über die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS)

Die Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS) ist auf Grund ihres Stiftungszwecks satzungsgemäß dazu verpflichtet, intensive und nachhaltige Initiativen und Maßnahmen gegen Diabetes mellitus und seine Komplikationen (Schwerpunkt Typ-2-Diabetes) und für die Prävention bzw. für eine optimierte Versorgung der Betroffenen zu ergreifen und durchzuführen, u.a. durch:

  •  Reduzierung der Dunkelziffer bei Typ-2-Diabetes und Zuführung neu entdeckter Betroffener in eine adäquate Behandlung mit Lebensstil-Intervention und eventueller Pharmakotherapie
  • zur Verhinderung bzw. Verzögerung kardiovaskulärer und neurologischer Folgeerkrankungen.
  •  Frühzeitige Identifizierung von Risikopersonen (u.a. mittels GesundheitsCheck DIABETES Findrisk) und Bereitstellung von Angeboten sowie Maßnahmen zur Prävention zur möglichen Verhinderung von Typ-2-Diabetes.

Die DDS ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts. Als allgemeine selbstständige Stiftung ist sie fördernd und operativ tätig. Die DDS ist neutral und unabhängig und entscheidet allein durch ihren geschäftsführenden Vorstand über die Beteiligung an Projekten Dritter. Informationen unter www.diabetesstiftung.de.

Quelle: 1 Ziegler, D., Strom, A., Lobmann, R., Reiners, K., Rett, K. & Schnell, O., High prevalence of diagnosed and undiagnosed polyneuropathy in subjects with and without diabetes participating in a nationwide educational initiative, Journal of Diabetes and Its Complications (2015), Volume 29, Issue 8, S. 998-1002


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